von Robert Klikics 4 Min Lesezeit veröffentlicht 2. Oktober 2026
Wer eine WordPress-Website betreibt oder gerade plant, eine aufzusetzen, kommt an einem Thema nicht vorbei: Sicherheit. Ein zentraler Baustein dafür sind automatische WordPress-Updates – also automatische Updates für WordPress selbst sowie für Plugins und Themes. In diesem Artikel erklären wir, was es damit auf sich hat, warum sie so wichtig sind und wie du sie sinnvoll konfigurierst.
WordPress automatische Updates: Was sie bringen und warum sie wichtig sind
WordPress selbst sowie die meisten Plugins und Themes werden regelmäßig weiterentwickelt. Updates schließen bekannt gewordene Sicherheitslücken, beheben Fehler und bringen mitunter neue Funktionen mit. Das Problem dabei: WordPress ist das mit Abstand meistgenutzte Content-Management-System weltweit – und damit ein bevorzugtes Ziel für automatisierte Angriffe. Ein Großteil der erfolgreich gehackten WordPress-Seiten läuft auf veralteten Versionen von Core, Plugins oder Themes.
Automatische Updates sorgen dafür, dass sicherheitsrelevante Patches zeitnah installiert werden, ohne dass du jede einzelne Komponente deiner Website manuell im Blick behalten musst. Das ist besonders wertvoll, wenn du wenig Zeit hast oder mehrere WordPress-Seiten parallel betreust.
Die drei Update-Ebenen: Core, Plugins und Themes
Eine WordPress-Installation besteht im Kern aus drei Bereichen, die unabhängig voneinander aktualisiert werden können. Gute Hosting-Umgebungen erlauben es, für jeden dieser Bereiche getrennt festzulegen, wie automatisch aktualisiert werden soll.
WordPress-Core
Beim Kernsystem von WordPress selbst gibt es in der Regel drei Stufen:
- Keine automatischen Updates: WordPress wird nicht automatisch aktualisiert – du musst jede neue Version selbst einspielen.
- Nur kleinere (Sicherheits-)Updates: Es werden ausschließlich Minor-Updates installiert (z. B. 7.0.2 → 7.0.3), also vor allem Sicherheits- und Fehlerbehebungen, aber keine großen Versionssprünge.
- Alle Updates (kleinere und größere): Sicherheits- und Major-Updates werden automatisch installiert (z. B. 6.9 → 7.0).
Plugins
Bei Plugins gibt es meist etwas mehr Kontrolle, weil hier das Risiko von Kompatibilitätsproblemen höher ist:
- Individuell festgelegt: Jedes Plugin nutzt seine eigene Auto-Update-Einstellung. Häufig lässt sich zusätzlich festlegen, dass neu installierte Plugins standardmäßig Auto-Updates erhalten.
- Individuell, aber Sicherheits-Updates automatisch: Die individuellen Einstellungen bleiben erhalten, aber als verwundbar bekannte Plugins werden unabhängig davon automatisch aktualisiert – teils auch mit der Option, sie stattdessen zu deaktivieren.
- Erzwungen: Alle Plugins werden automatisch aktualisiert, unabhängig von ihren eigenen Einstellungen.
Themes
Für Themes gelten in der Regel die gleichen Prinzipien wie für Plugins:
- Individuell festgelegt: Jedes Theme behält seine eigene Auto-Update-Einstellung, optional mit Auto-Updates als Standard für neue Themes.
- Individuell, aber Sicherheits-Updates automatisch: Als verwundbar bekannte Themes werden automatisch aktualisiert, selbst wenn Auto-Updates sonst deaktiviert sind.
- Erzwungen: Alle Themes werden grundsätzlich automatisch aktualisiert.
Vor- und Nachteile automatischer Updates
Automatische Updates sind kein Freifahrtschein ohne Nebenwirkungen. Der große Vorteil liegt klar auf der Hand: weniger manueller Aufwand und ein deutlich geringeres Risiko, dass eine bekannte Sicherheitslücke lange offen bleibt. Der Nachteil: Gerade größere Updates – etwa ein Major-Update von WordPress oder ein umfangreiches Plugin-Update – können in seltenen Fällen zu Konflikten mit anderen Plugins, dem Theme oder individuellem Code führen.
In der Praxis hat sich daher ein gestuftes Vorgehen bewährt: Sicherheits- und Minor-Updates automatisch zulassen, größere Versionssprünge dagegen bewusst und nach einem kurzen Test durchführen – idealerweise mit einem aktuellen Backup und, wenn verfügbar, in einer Staging-Umgebung, bevor die Änderung live geht.
Automatische Updates in der Praxis einrichten
Wie granular sich automatische Updates konfigurieren lassen, hängt stark vom Hosting ab. Viele professionelle Anbieter setzen auf die Serververwaltung Plesk, die genau die oben beschriebene Feinsteuerung für Core, Plugins und Themes pro WordPress-Installation bietet – so auch bei turbopress. Der grobe Ablauf sieht dabei typischerweise so aus:
- Im Kundenbereich bzw. in der Serververwaltung anmelden
- Zum WordPress-Verwaltungsbereich wechseln
- Die gewünschte WordPress-Installation auswählen
- Die Einstellungen für automatische Updates öffnen
- Die gewünschten Optionen für Core, Plugins und Themes wählen und speichern
Manche Hosting-Umgebungen bieten darüber hinaus erweiterte Mechanismen wie WordPress SmartUpdate, die Updates zunächst automatisiert in einer Kopie der Website testen, bevor sie auf der Live-Seite übernommen werden – ein zusätzliches Sicherheitsnetz gerade für größere Updates.
Fazit
Automatische Updates für WordPress sind einer der einfachsten und wirksamsten Hebel, um eine Website dauerhaft sicher zu halten, ohne dafür ständig manuell aktiv werden zu müssen. Wichtig ist eine durchdachte Konfiguration: Sicherheits-Updates konsequent automatisieren, bei größeren Versionssprüngen lieber kurz testen – und dabei immer ein aktuelles Backup zur Hand haben. Wer ein Hosting mit granularen Update-Einstellungen wie bei turbopress nutzt, kann dieses Gleichgewicht zwischen Automatisierung und Kontrolle besonders komfortabel herstellen. Größere Updates testest du vorher in einer Staging-Kopie, und ein frisches Backup sichert dich zusätzlich ab.

