Ein Website-Ausfall, ein fehlgeschlagenes Plugin-Update oder ein gehackter Server-Account – es gibt viele Gründe, warum eine WordPress-Website plötzlich Inhalte oder sogar komplett verloren gehen kann. Genau deshalb ist ein regelmäßiges WordPress Backup eine der wichtigsten Vorsichtsmaßnahmen, die du für deine Website treffen kannst. In diesem Artikel erklären wir, was ein Backup eigentlich ist, warum du nicht darauf verzichten solltest und worauf es bei einer guten Backup-Strategie ankommt.
Was ist ein WordPress Backup und warum ist es so wichtig?
Ein WordPress Backup ist eine vollständige Sicherungskopie deiner Website zu einem bestimmten Zeitpunkt. Dazu gehören sowohl alle Dateien (Theme, Plugins, Uploads, Core-Dateien) als auch die Datenbank, in der Inhalte, Einstellungen und Benutzerdaten gespeichert sind. Erst beide Teile zusammen ergeben eine Sicherung, aus der sich die Website vollständig wiederherstellen lässt.
Ohne aktuelles Backup kann bereits ein einziger Fehler gravierende Folgen haben: ein missglücktes Update, ein Hackerangriff, ein versehentlich gelöschter Beitrag oder ein technischer Defekt beim Hosting-Anbieter. Wer regelmäßig sichert, kann solche Vorfälle innerhalb kurzer Zeit beheben, statt die Website mühsam neu aufbauen zu müssen.
Welche Arten von WordPress Backups gibt es?
Nicht jedes Backup ist gleich. In der Praxis begegnen dir vor allem folgende Varianten:
- Vollbackup: Sichert Dateien und Datenbank komplett – die sicherste, aber auch speicherintensivste Variante.
- Datenbank-Backup: Sichert nur die Inhalte, Beiträge und Einstellungen, jedoch keine Dateien wie Bilder oder Theme-Anpassungen.
- Dateien-Backup: Sichert Theme, Plugins und Medien, aber nicht den Datenbankinhalt.
- Inkrementelles Backup: Sichert nach einer ersten Vollsicherung nur noch die Änderungen seit dem letzten Backup – das spart Speicherplatz und Zeit.
Für die meisten Websites empfiehlt sich eine Kombination: regelmäßige Vollbackups, ergänzt durch häufigere, kleinere Sicherungen der Datenbank, da sich Inhalte oft öfter ändern als Dateien.
Wie oft sollte ein Backup erstellt werden?
Wie häufig ein Backup sinnvoll ist, hängt davon ab, wie oft sich deine Website verändert. Ein paar Anhaltspunkte:
- Ein Blog mit täglichen neuen Beiträgen sollte mindestens täglich gesichert werden.
- Ein WooCommerce-Shop mit laufenden Bestellungen benötigt im Idealfall mehrmals täglich ein Datenbank-Backup, damit keine Bestelldaten verloren gehen.
- Eine eher statische Firmenwebsite reicht oft mit einem wöchentlichen Backup aus.
Eine gute Grundregel: Erstelle in jedem Fall vor größeren Änderungen – etwa vor einem Theme-Wechsel, einem größeren Plugin-Update oder einem Website-Umzug – zusätzlich ein manuelles Backup.
Wo sollten Backups gespeichert werden?
Ein häufiger Fehler ist, Backups ausschließlich auf demselben Server zu speichern wie die Website selbst. Fällt der Server aus oder wird er kompromittiert, ist im schlimmsten Fall auch die Sicherung betroffen. Sinnvoller ist die sogenannte 3-2-1-Regel:
- Mindestens 3 Kopien der Daten (Original plus zwei Backups)
- Auf 2 unterschiedlichen Speicherorten (z. B. Server und externer Cloud-Speicher)
- Davon 1 Kopie extern, also physisch getrennt vom Hauptsystem
Externe Speicherorte wie Cloud-Dienste, ein separater Backup-Server oder ein lokaler Download sorgen dafür, dass du auch bei einem kompletten Serverausfall handlungsfähig bleibst.
Manuell, per Plugin oder automatisiert durchs Hosting?
Es gibt grundsätzlich drei Wege, an ein WordPress Backup zu kommen:
- Manuelles Backup: Dateien per FTP herunterladen und die Datenbank z. B. über phpMyAdmin exportieren. Funktioniert, ist aber aufwendig und wird in der Praxis schnell vergessen.
- Backup-Plugins: Tools wie UpdraftPlus, BackWPup oder Duplicator übernehmen Sicherung und Zeitplan direkt in WordPress und laden die Daten oft automatisch in einen Cloud-Speicher.
- Automatisierte Hosting-Backups: Viele moderne Hosting-Anbieter, darunter auch turbopress, sichern Websites automatisch und regelmäßig auf Serverebene – unabhängig davon, ob ein Plugin installiert ist oder nicht.
Gerade für alle, die sich nicht ständig um Technik kümmern möchten, sind automatisierte Backups direkt beim Hosting-Anbieter die komfortabelste und zuverlässigste Lösung: Sie laufen im Hintergrund, ohne dass zusätzliche Plugins die Website verlangsamen oder ein weiteres Cloud-Konto verwaltet werden muss.
Worauf du bei einer Backup-Lösung achten solltest
Egal ob Plugin oder Hosting-Backup – ein paar Punkte solltest du in jedem Fall prüfen:
- Vollständigkeit: Werden Dateien und Datenbank gemeinsam gesichert?
- Speicherort: Liegt die Sicherung getrennt vom Live-Server?
- Häufigkeit: Passt der Backup-Rhythmus zur Aktualisierungsfrequenz deiner Website?
- Wiederherstellung: Lässt sich das Backup einfach und schnell zurückspielen, im Idealfall mit wenigen Klicks?
- Aufbewahrungsdauer: Wie viele frühere Versionen bleiben verfügbar, falls ein Problem erst später auffällt?
WordPress wiederherstellen: So spielst du ein Backup zurück
Ein Backup nützt nur etwas, wenn sich daraus im Ernstfall auch tatsächlich wiederherstellen lässt. Der genaue Ablauf hängt davon ab, wie das Backup erstellt wurde:
- Über ein Plugin: Die meisten Backup-Plugins bieten einen eigenen Restore-Button, über den sich ein gespeichertes Backup direkt wieder einspielen lässt.
- Über das Hosting-Panel: Bringt das Panel eigene Backup-Funktionen mit (z. B. ein WordPress-Toolkit in Plesk), lässt sich ein Backup dort meist über einen einfachen „Wiederherstellen“-Button zurückspielen, ohne Dateien manuell hochladen zu müssen.
- Manuell: Dateien per FTP zurückspielen und die Datenbank über phpMyAdmin importieren.
Bei den meisten Restore-Funktionen lässt sich zusätzlich wählen, ob vorhandene Daten vorher komplett gelöscht werden sollen oder erhalten bleiben. Gerade bei einem Malware-Befall ist es wichtig, alle vorhandenen Daten vor der Wiederherstellung zu löschen – sonst kann Schadcode, der nicht im wiederhergestellten Backup enthalten war, weiter bestehen bleiben. Bei einem einfachen Rücksprung nach einem fehlgeschlagenen Update reicht es oft, nur die betroffenen Inhalte zu überschreiben.
Backups verwalten: Wie viele aufheben, wie lange?
Alte Backups verbrauchen Speicherplatz, weshalb viele Lösungen die Anzahl gleichzeitig vorgehaltener Sicherungen begrenzen. Lösche oder lade ältere Backups regelmäßig herunter, bevor das Limit erreicht ist, damit im Ernstfall immer eine aktuelle Version zur Verfügung steht. Manche Hosting-Anbieter halten zusätzlich eigene, länger zurückliegende Notfall-Backups vor, auf die sich im Bedarfsfall zusätzlich zurückgreifen lässt – unabhängig von den eigenen, kurzfristigeren Sicherungen.
Fazit
Ein WordPress Backup ist keine Kür, sondern die Grundlage für eine sichere und langfristig planbare Website. Ob per Plugin, manuell oder automatisiert durch den Hosting-Anbieter – wichtig ist vor allem, dass regelmäßig und vollständig gesichert wird, sich das Backup im Ernstfall zuverlässig wiederherstellen lässt und die Daten auch außerhalb des Live-Servers liegen. Wer beim Hosting auf eine Lösung mit automatischen Backups setzt, wie sie beispielsweise turbopress anbietet, muss sich um dieses Thema im Alltag praktisch nicht mehr kümmern und kann sich stattdessen auf die eigentlichen Inhalte der Website konzentrieren. Backups sind dabei nur ein Baustein einer sicheren Website – eine vollständige Übersicht bietet unsere Checkliste zum Absichern von WordPress.
Häufige Fragen zum WordPress Backup
Was gehört alles zu einem vollständigen WordPress Backup?
Ein vollständiges Backup umfasst sowohl alle Dateien (Theme, Plugins, Uploads, Core-Dateien) als auch die Datenbank mit Inhalten, Einstellungen und Benutzerdaten. Nur beide Teile zusammen ermöglichen eine vollständige Wiederherstellung.
Sollte ich beim Wiederherstellen vorhandene Daten löschen?
Bei einem Malware-Befall ja: Alle vorhandenen Daten sollten vor der Wiederherstellung gelöscht werden, damit kein Schadcode erhalten bleibt, der nicht im Backup enthalten war. Bei einem einfachen Rücksprung nach einem Fehler reicht oft ein Überschreiben der betroffenen Inhalte.
Wie oft sollte ich ein WordPress Backup erstellen?
Das hängt davon ab, wie oft sich die Website ändert: ein täglich aktualisierter Blog sollte mindestens täglich gesichert werden, ein WooCommerce-Shop im Idealfall mehrmals täglich, eine statische Firmenseite reicht oft wöchentlich.
Reicht ein Backup direkt auf dem gleichen Server?
Nein. Nach der 3-2-1-Regel sollten mindestens drei Kopien der Daten auf zwei unterschiedlichen Speicherorten liegen, davon eine physisch getrennt vom Hauptsystem – sonst kann ein Serverausfall auch die Sicherung selbst betreffen.

