Wer eine Website importieren möchte, ohne alle Dateien und die Datenbank händisch zu übertragen, kann das bei einem Plesk-Server über die Erweiterung Site Import erledigen. Sie überträgt Anwendungen wie WordPress, Ordner und Datenbanken automatisiert von einem anderen Server – unabhängig davon, ob dort selbst Plesk läuft.
Was der Site-Importer kann
Der Import funktioniert sowohl von Linux- als auch von Windows-Servern, auch wenn auf dem Quellserver kein Plesk installiert ist. Unterstützt werden unter anderem WordPress, Joomla, Drupal und PrestaShop – diese Anwendungen erkennt Plesk automatisch und importiert sie inklusive Dateien und Datenbank. Alternativ lassen sich auch einzelne Ordner oder Datenbanken gezielt übertragen.
Ein Import per SSH ist in der Regel deutlich schneller als per FTP – wenn der Quellserver SSH-Zugang anbietet, lohnt sich diese Variante.
Voraussetzungen
- Eine Ziel-Domain im Hosting-Panel, auf die importiert werden soll.
- Zugangsdaten (FTP oder SSH) für einen Benutzer auf dem Quellserver mit Zugriff auf die Website-Dateien.
- Die Quell-Domain muss vom Zielserver aus auf die korrekte IP-Adresse auflösen.
Import im einfachen Modus
Im einfachen Modus reichen wenige Angaben, Plesk erkennt passende Einstellungen meist automatisch:
- Unter Websites & Domains die Ziel-Domain auswählen und Website-Import öffnen.
- Domainname der Quell-Website eintragen.
- Benutzername und Passwort für einen FTP- oder SSH-Benutzer auf dem Quellserver eintragen.
- Import starten.
Nach erfolgreicher Verbindung scannt Plesk die Quell-Website und zeigt an, welche Anwendungen, Ordner und Datenbanken sich importieren lassen.
Erweiterter Modus: Mehr Kontrolle über Verbindung und Pfade
Klappt die automatische Erkennung nicht oder sollen Verbindungsdetails wie SSH-Port, Dokumentenstamm oder Übertragungsart gezielt festgelegt werden, hilft der erweiterte Modus. Bei SSH-Verbindungen lässt sich zwischen rsync (schnell, empfohlen) und scp wählen; bei vielen kleinen Dateien oder instabiler Verbindung kann zusätzlich ein Webstreaming-Modus helfen, Unterbrechungen leichter fortzusetzen. Bei FTP-Verbindungen lässt sich bei Bedarf zusätzlich der Zeichensatz des FTP-Servers anpassen, falls es sonst zu falscher Zeichenkodierung kommt.
Datenbanken importieren
Aktuell lassen sich in der Regel MySQL- bzw. MariaDB-Datenbanken importieren. Wird eine komplette Anwendung wie WordPress importiert, wird die zugehörige Datenbank meist automatisch mitübertragen; einzelne Datenbanken lassen sich aber auch unabhängig davon gezielt hinzufügen.
Erneut synchronisieren
Hat sich die Quell-Website nach einem ersten Import noch einmal geändert, lässt sich der Import wiederholen. Wichtig dabei: Ein erneuter Sync überschreibt Änderungen auf dem Zielserver bei Anwendungen, Ordnern und Datenbanken mit dem aktuellen Stand der Quelle – vorher lokal vorgenommene Anpassungen können dadurch verloren gehen.
Wenn bereits eine Website auf der Ziel-Domain liegt
Ist auf der Ziel-Domain schon eine Anwendung installiert, können deren Dateien beim Import überschrieben werden. Ein Backup der Ziel-Domain vorab ist deshalb empfehlenswert.
Kein Zugriff auf den Quellserver oder lieber Hilfe?
Manchmal fehlt schlicht der SSH- oder FTP-Zugang zum bisherigen Server, oder der Import soll nicht selbst durchgeführt werden. Für diesen Fall bieten wir einen kostenlosen Umzugsservice an, der die Übertragung von Dateien, Datenbank und Domain übernimmt. Wer den Umzug lieber komplett manuell steuern möchte, findet die Einzelschritte in unserer Anleitung zum WordPress-Umzug.
Häufige Fragen zum Website-Import in Plesk
Muss auf dem Quellserver ebenfalls Plesk installiert sein?
Nein. Der Site-Importer funktioniert auch, wenn auf dem Quellserver kein Plesk läuft, sowohl von Linux- als auch von Windows-Servern aus. Wichtig ist nur ein FTP- oder SSH-Zugang zu den Website-Dateien.
Ist ein Import per SSH besser als per FTP?
Ein Import per SSH ist in der Regel deutlich schneller als per FTP, unter anderem weil Plesk dabei rsync nutzen kann. Wenn der Quellserver SSH-Zugang anbietet, lohnt sich diese Variante.
Welche Datenbanken lassen sich importieren?
Aktuell lassen sich in der Regel MySQL- und MariaDB-Datenbanken importieren. Beim Import einer kompletten Anwendung wie WordPress wird die zugehörige Datenbank meist automatisch mitübertragen.
Was passiert, wenn ich den Import wiederhole?
Ein erneuter Sync überschreibt Anwendungen, Ordner und Datenbanken auf dem Zielserver mit dem aktuellen Stand der Quelle. Änderungen, die zwischenzeitlich nur auf dem Zielserver vorgenommen wurden, gehen dabei verloren.

